A/V-Verhältnis

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Das A/V-Verhältnis [m²/m³] beschreibt das Verhältnis von Oberfläche A [m²] zu Volumen V [m³] und gibt somit Auskunft über die Kompaktheit eines Körpers.

Im Bauwesen ist der Wert grundlegende Kenngröße zur Ermittlung des Heizenergiebedarfs. Er bildet den Quotienten aus wärmeübertragener Hüllfläche und beheiztem Gebäudevolumen. Ein geringes A/V-Verhältnis bedeutet kleine Außenfläche in Relation zum umbauten Raum. Damit wird weniger Energie benötigt um die Wärmeverluste der Hüllfläche auszugleichen.

Grundregeln

  • Die kleinste Oberfläche, bei gleichem Volumen, hat die Form der Kugel. Übertragen auf das Bauwesen stellt die Näherung an die Form der Halbkugel eine Idealform dar.
  • Bei wachsendem Volumen nimmt das A/V-Verhältnis ab. Die Oberfläche A [m²] wächst im Quadrat, das Volumen V [m³] kubisch. Beispiel: Mehrfamilienhäuser weisen in der Regel kleinere A/V-Verhältnisse auf als Einfamilienhäuser.

Klassische A/V-Verhältnisse:

  • Einfamilienhäuser: 0,8 bis 1,0 m²/m³
  • Große, kompakte Gebäude: Werte unter 0,2 m²/m³ sind möglich.

Grenzen der Aussagekraft des Kennwertes:

Fehlbewertungen bei Anwendung des A/V-Verhältnisses können entstehen, wenn Räume zB höher als nötig gebaut werden.
Zur Ermittlung des Heizenergiebedarfs reicht das A/V-Verhältnis allein nicht aus. Weitere relevante Faktoren sind zB:

Zur Ermittlung von Energieverbrauchskennwerten ist daher eine Energiebilanz zu erstellen.

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