Jenisch

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Verfahren nach Glaser mit Jenisch-Klimadaten

Berechnungsmodell für Diffusionsvorgänge

Das Verfahren nach Jenisch rechnet je nach Region mit 12 pauschalen Klimadatensätzen, für jeden Monat einen Klimaansatz mit einer gemittelten Temperatur außen und innen. Im Winter liegen die Temperaturansätze außen nur um 0°C (und nicht wie beim Verfahren nach Glaser bei –10°C) und im Sommer je nach Region bei 18°C (und nicht wie beim Verfahren nach Glaser bei 12°C). Die Konstruktionen werden also ohne außenseitige Frostperiode berechnet und zeigen mitunter deutlich unkritischere Ergebnisse als beim Verfahren nach Glaser. Das Verfahren nach Jenisch ist zwar noch in der DIN 4108-3 erwähnt, wird aber in Deutschland praktisch nicht mehr eingesetzt.

In der Schweiz ist der Nachweis mit eben solchen regionalen Klimadaten zu führen. Laut SIA 180, 6.3.2 wird beim Glaser-Verfahren nicht der tatsächliche Feuchtegehalt in der Konstruktion bestimmt, sondern "nur beurteilt, ob sich im Laufe der Zeit durch Diffusionsprozesse eine unzulässige Anreicherung der Feuchte ergibt." Ferner vernachlässigt das Glaserverfahren "den kapillaren Transport von Wasser in den Baustoffen, deren Sorptionsfähigkeit sowie den Feuchtetransport durch konvektive Luftströme."


Für wesentlich genauere Ergebnisse werden komplexe instationäre Rechenverfahren verwendet, wie:

  • WUFI: PC-Programm zur Berechnung des gekoppelten Wärme- und Feuchtetransports in Bauteilen
  • Delphin: Simulationsprogramm für den gekoppelten Wärme-, Feuchte-, und Stofftransport in kapillarporösen Baustoffen



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