Steuerbonus für Handwerksleistungen

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Ab 1. Januar 2009 können die Kosten für Handwerkerleistungen doppelt so hoch wie bisher von der Steuerschuld abgezogen werden! Das Finanzamt erstattet bis zu 1.200 Euro!

Abzugsfähig sind Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen.

Nicht abzugsfähig sind: Modernisierungsmaßnahmen nach dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm der KfW-Bank geförderten Maßnahmen und Neubaumaßnahmen.

Berechtigt
  • Eigentümer und Mieter. Sie können Kosten für Handwerkerleistungen absetzen, die in ihrem Privathaushalt anfallen.
  • Eigentümer von selbstgenutzten Eigentumswohnungen für das Gemeinschaftseigentum.
Wohnungseigentümergemeinschaften

Für den Eigentümer einer selbstgenutzten Wohnung kommt eine Steuerermäßigung in Betracht, wenn in der Jahresabrechnung folgende Angaben enthalten sind:

  • Die im Kalenderjahr gezahlten Beträge müssen gesondert aufgeführt sein
  • der Anteil der steuerbegünstigten Kosten muss ausgewiesen sein
  • der Anteil des jeweiligen Wohnungseigentümers errechnet worden sein.


Voraussetzungen
  • Nachweis der Kosten durch Handwerkerrechnung mit ausgewiesener Mehrwertsteuer.
  • Mit den Rechnungsangaben muss der Anteil der Arbeitskosten ermittelt werden können.
  • Begünstigt sind auch in Rechnung gestellte Maschinen- und Fahrtkosten.
  • Materialkosten sind ausgeschlossen.
  • Begünstigt ist auch die anteilige Mehrwertsteuer, ohne dass diese gesondert ausgewiesen sein muss.
  • Überweisung des Rechnungsbetrages auf das Konto des Handwerksbetriebes. Barzahlung wird nicht begünstigt.
  • Erbringung der Handwerkerleistung und der entsprechenden Zahlung ab dem 1. Januar 2009.


Abzugsbetrag berechnen

Bemessungsgrundlage für den Abzugsbetrag sind die Arbeits- und Fahrtkosten. Diese können bis zu max. 6.000 Euro genutzt werden: 20 % dieser Kosten können abgezogen werden, dh. max. 1.200 Euro. Die Verrechnung erfolgt im Rahmen der Einkommensteuererklärung. Die maximale Förderung kann pro Haushalt einmal im Jahr geltend gemacht werden.

Hinweis: Ab dem Veranlagungszeitraum 2008 genügt es, die Belege aufzubewahren, eine Einreichung beim Finanzamt ist nicht mehr notwendig. Sie müssen nur auf Aufforderung des Finanzamtes vorgelegt werden.

Ausschluss: Wenn die Handwerkerkosten bereits als Betriebsausgaben, Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen oder im Rahmen eines geringfügigen Beschäftigungsverhältnisses geltend gemacht werden, ist der Abzug ausgeschlossen.

Vorteil: Haushaltsnahe Dienstleistungen (zB Wohnungsreinigung) sowie Pflege- und Betreuungsleistungen können daneben mit max. 4.000 Euro steuermindernd geltend gemacht werden. Wenn also Dienstleistende und Handwerker in Anspruch genommen werden, gibt es vom Finanzamt bis zu 5.200 Euro im Jahr zurück.

Quelle: Zentralverband Deutsches Baugewerbe ZDB

Siehe auch: www.bundesfinanzministerium.de

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