UBA Umweltinnovationsprogramm (EEA)

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Auzug aus: UBA Umweltinnovationsprogramm Förderschwerpunkt Energieeffiziente Abwasseranlagen (EAA)

Inhaltsverzeichnis

UBA Umweltinnovationsprogramm Förderschwerpunkt Energieeffiziente Abwasseranlagen (EEA)

Letzte Änderung: 14.02.2012

Aktuelles zum Förderschwerpunkt „Energieeffiziente Abwasseranlagen“

Das Umweltbundesamt hat im Rahmen der DWA-Energietage vom 14.-16. November 2011 den Förderschwerpunkt „Energieeffiziente Abwasseranlagen“ aus dem Umweltinnovationsprogramm des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit vorgestellt. Im Rahmen dieses Förderschwerpunktes werden innovative Demonstrationsvorhaben in den Bereichen Abwassertransport, Abwasserbehandlung, Klärschlammbehandlung und –verwertung gefördert. Neben allgemeinen Informationen zu den Förderkriterien wurde auch das geförderte Vorhaben „Vom Stromverbraucher zum Heizkraftwerk“ durch die iat – Ingenieurberatung für Abwassertechnik Darmstadt der Fachöffentlichkeit vorgestellt.

Vorträge zu den DWA-Energietagen vom 14.-16. November 2011

Am 31.05.2011 endete die Abgabefrist für die Anträge zur Teilnahme am Förderschwerpunkt „ Energieeffiziente Abwasseranlagen“. Die eingegangenen Förderanträge befinden sich derzeit in der Bewertung.

Die Bewertungsergebnisse werden auf der Bundestagung der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA e.V.) am 27.09.2011 in Berlin vorgestellt.

Erste Fachinformationen zu den geförderten Projekten werden im Rahmen der DWA- Energietage am 14.11.2011 in Kassel präsentiert.

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen finden Sie unter:

Effiziente Abwassertechnik senkt CO2-Ausstoß und spart Energie

Mehr Geld für Spitzentechnologie in der Abwasserbehandlung

Bei der Abwasserbehandlung lassen sich nach einer Studie des Umweltbundesamtes (UBA) große Mengen an Kohlendioxid einsparen. Durch Energieeffizienz-Maßnahmen sowie durch verbesserte Eigenenergieerzeugung lässt sich der Kohlendioxid-Ausstoß der Abwasserbehandlung in Deutschland um bis zu 40 Prozent senken. „Mit moderner Umwelttechnik können Abwasserbehandlungsanlagen einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Höhere Energieeffizienz und eine stärkere Nutzung von Klärgasen sind die Schlüssel für eine klimaverträgliche Abwassertechnologie“, erklärte UBA-Präsident Jochen Flasbarth.

Abwasserbehandlungsanlagen sind für 20 Prozent des Energiebedarfs in deutschen Städten und Gemeinden verantwortlich. Sie benötigen fast 4.400 Gigawattstunden (GWh/a) Strom pro Jahr und sind damit der größte Einzelenergieverbraucher vor Schulen, Krankenhäusern und anderen kommunalen Einrichtungen. Anders ausgedrückt: Die Jahresleistung eines modernen Kohlekraftwerks wird nur für das Betreiben von Abwasserbehandlungsanlagen benötigt. Pro Jahr entstehen so rund drei Millionen Tonnen des Klimagases Kohlendioxid. Dieser Energiebedarf lässt sich um über 20 Prozent senken. Darüber hinaus kann die Eigenenergieerzeugung der Abwasseranlagen im Betrieb verdoppelt bis vervierfacht werden. Damit könnten etwa 900 GWh Strom pro Jahr eingespart und somit rund 600.000 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen vermieden werden. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Steigerung der Energieeffizienz auf kommunalen Kläranlagen“ die im Auftrag des UBA erstellt wurde.

Die Studie untersucht die Wechselwirkungen von Energieoptimierung und Anlagenbetrieb und zeigt geeignete Ansatzpunkte zur Energieeffizienzsteigerung auf. Dabei vergleicht sie etablierte Verfahren mit neuer Technik und beschreibt vielversprechende Ansatzpunkte für eine energetische Optimierung besonders bei der Belüftung des Abwassers und bei der Behandlung des Klärschlamms. Zudem weist sie nach: Auch die Energiegewinnung ist für einen energieeffizienten Betrieb der Kläranlagen bedeutend. „Gelingt es, Klärgas besser zu gewinnen und zu verwerten, ließe sich die Stromerzeugung durch kommunale Kläranlagen nahezu verdoppeln. Auch dadurch ließen sich rund 600.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr einsparen“, so Jochen Flasbarth.

Der neue Förderschwerpunkt „Energieeffiziente Abwasseranlagen“ bereichert das Umweltinnovationsprogramm des Bundesumweltministeriums. Gefördert werden innovative Konzepte zur Energieoptimierung und zum Ressourcenschutz in der Abwasserbehandlung. Das fängt an beim Abwassertransport in der Kanalisation und geht über die Behandlung des Abwassers bis hin zur Einleitung in die Gewässer. Weitere Aspekte sind die Abwärmenutzung im Kanalnetz, die Stromeinsparung und Energieerzeugung in Kläranlagen, die Erhöhung der Energieeffizienz sowie die Rückgewinnung von Rohstoffen aus dem Abwasser und dem Klärschlamm.


Förderschwerpunkt im Umweltinnovationsprogramm: Energieeffiziente Abwasseranlagen

Mit dem neuen Förderschwerpunkt „Energieeffiziente Abwasseranlagen“ im Rahmen des Umweltinnovationsprogramms des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sollen innovative Projekte mit Demonstrationscharakter in den Bereichen

  • Abwassertransport in der Kanalisation,
  • Behandlung des Abwassers bis zur Einleitung in ein Gewässer sowie
  • Klärschlammbehandlung und -verwertung im Zusammenhang mit der Abwasserbehandlung initiiert werden.

Gefördert wird die großtechnische Umsetzung bislang nur in kleinem Maßstab eingesetzter Verfahren oder Neuentwicklungen, die zur Vermeidung und Verminderung von Umweltbelastungen führen. Förderfähig sind:

  • bauliche und maschinelle Investitionen,
  • Kosten der Inbetriebnahme der Anlage sowie
  • Messungen zur Erfolgskontrolle.

Antragsberechtigt sind in- und ausländische Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, sonstige natürliche und juristische Personen des privaten Rechts sowie Gemeinden, Kreise, Gemeindeverbände, Zweckverbände, sonstige Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts sowie Eigengesellschaften kommunaler Gebietskörperschaften soweit sie Demonstrationsvorhaben im Sinne dieses Förderschwerpunkts in Deutschland durchführen wollen.



Quelle


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