Wärmespeicherfähigkeit

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Die Wärmespeicherfähigkeit C (auch Wärmekapazität) ist eine materialspezifische Größe, die u.a. Anwendung bei der Wertermittlung zum sommerlichen Wärmeschutz findet.
Sie gibt an wie viel Wärme ΔQ ein Material pro Temperaturänderung ΔT speichern kann.

C = \frac{\Delta Q}{\Delta T}

mit der Wärmekapazität C eines Körpers mit der Einheit [C] = \mathrm{\tfrac{J}{K}} (Joule pro Kelvin).

Für die spezifische Wärmekapazität c, bezogen auf die Masse, gilt: [c] = \mathrm{\tfrac{J}{kg \cdot K}}


Spezifische Wärmekapazität von Wasser

Die spezifische Wärmekapazität von Wasser beträgt 4183 J/kg·K. Mit anderen Worten: Die Wärmemenge um 1g Wasser um 1 °C zu erwärmen beträgt 4,18 Joule. Per Definition entspricht dieser Wert der Einheit einer Kalorie (1cal = 4,18J). Gegenüber anderen Flüssigkeiten ist das ein hoher Wert.


Baustoffe, Luft, Wasser im Vergleich

Material Rohdichte
ρ

[kg/m³] 1)
Wärmeleitfähigkeit
λ

[W/(m·K)]
spez. Wärmekapazität c
[J/kg·K]
Luft ~1 2) 0,026 1005
Wasser ~1000 3) 0,556 4183
Beton 2100 2,100 850
Holz 400 0,410 1900
Wärmedämmstoffe
Holzfaserdämmstoff 150 - 270 0,040 - 0,055 2000 - 2100
Hanf 20 - 150 0,040 - 0,045 840 - 1000
Zelluloseflocken 25 - 80 0,040 - 0,045 2100
Mineralfaser 20 - 200 0,032 - 0,045 840 - 1000
Polystyrol 10 - 35 0,032 - 0,040 1500

1) Die Dichte steht häufig in relativ großer Abhängigkeit zum umgebenden Druck und Temperatur.
2) Die Dichte der Luft bewegt sich zwischen 1,224 kg/m³ (bei 0 °C; 960 hPa) und 1,172 kg/m³ (bei 34 °C; 1030 hPa)
3) Die Dichte vom Wasser schwankt zwischen 0,999 g/cm³ bei 0 °C und 0,958 g/cm³ bei 100 °C, jeweils bei einem Druck von 1013,3 Pa.


Siehe auch

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