Technische Eigenschaften (DS+)

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Die Dampfbremspappe pro clima DS+ verfügt über einen feuchtevariablen Diffusionswiderstand. Das bedeutet, dass zur kalten Jahreszeit (im Winter und den Übergangszeiten zu Frühling/Herbst), die Konstruktionen durch einen erhöhten sd-Wert von bis 4 m sicher geschützt ist. Sollte Feuchtigkeit unvorhergesehen z.B. durch Konvektion, feuchte Baustoffe oder Flankendiffusionsvorgänge in das Bauteil eingedrungen sein, bietet die DS+ durch die Feuchtevariabilität eine zusätzliche Schutzfunktion. In den warmen Zeiten, wenn die Außentemperatur bzw. die Bauteiltemperatur durch Erwärmung über die Temperatur innerhalb des Gebäudes steigt, kann die Dampfbremspappe Feuchtigkeit durch Verringerung des Diffusionswiderstandes bis 0,60 m nach innen aus der Konstruktion heraustrocknen.


Inhaltsverzeichnis

Wirkungsweise des feuchtevariablen Diffusionswiderstandes

Die Richtung des Diffusionsstroms wird durch das Gefälle des Wasserdampfteildrucks bestimmt. Diese Richtung wird auch als Gradient des Diffusionstromes bezeichnet. Der Gradient ist abhängig von der Temperatur und dem Feuchtegehalt der Luft in bzw. außerhalb eines Gebäudes.

Verteilung der rel. Luftfeuchte im Bauteilquerschnitt

Wird vereinfacht nur die Temperatur betrachtet, so strömt die Feuchtigkeit von der warmen Seite zur kalten Seite. Im Winter von innen nach außen und im Sommer von außen nach innen.

Messungen in Dachkonstruktionen haben gezeigt, dass im winterlichen Klima durch den Transport der Feuchtigkeit im Sparrenfeld zu den kalten Außenoberflächen die Dampfbremse in einer mittleren rel. Umgebungsfeuchtigkeit von ca. 40 % liegt. Außerhalb der Konstruktion kann es unmittelbar vor der Dampfbremse während der Nutzung des Wohngebäudes zu einem leichten Feuchtigkeitsanstieg bis auf 50 % rel. Luftfeuchte kommen. Durch das Bestreben von Feuchtigkeit, zu den kältesten Punkten innerhalb einer Konstruktion zu diffundieren, herrscht innerhalb der in unmittelbarer Nähe der Dampfbremsbahn ein "Mangel" an Feuchtigkeit. Es wird davon ausgegangen, dass hier eine rel. Luftfeuchtigkeit von 30 % vorhanden ist.

Im sommerlichen Klima kommt es durch unvorhergesehen eingetragene Feuchtigkeit im Sparrenfeld dagegen zu einer erhöhten rel. Luftfeuchtigkeit an der Dampfbremse, z.T. sogar zu Sommerkondensat auf der Dampfbremsebene.

Die pro clima DS+ mit dem feuchtevariablen Diffusionswiderstand ist in trockener Umgebung diffusionsdichter und in feuchter Umgebung diffusionsoffener.

Die Dampfbremspappe pro clima DS+ hat feuchtevariablen Diffusionswiderstand von 0,60 m bis 4,0 m.


hoher sd-Wert bei winterlichem Klima

Hoher Diffusionswiderstand im Winter

Der Diffusionswiderstand der Dampfbremse pro clima DS+ wurde so eingestellt, dass die Bahn im winterlichen Klima einen sd-Wert von bis 4 m haben kann. Das bewirkt, dass im Winter, wenn der Feuchtigkeitsdruck auf die Konstruktion am größten ist, die Dampfbremse fast keine Feuchtigkeit in das Bauteil gelangen lässt. Aber auch bei Flach- und Gründächern, Dächern mit diffusionsdichten Vordeckbahnen (z.B. Bitumenbahnen) und Dächern mit Blecheindeckungen wird die Konstruktion vor Feuchtigkeit wirksam geschützt.

Der hohe sd-Wert ist auch bei außen diffusionsoffenen Dächern von Vorteil, wenn es um eine Reif- und Eisbildung (= Diffusionssperre) an einer diffusionsoffenen Unterdeck-/Unterspannbahn geht.

niedriger sd-Wert wenn Austrocknen erforderlich

Niedriger Diffusionswiderstand im Sommer

Der Diffusionswiderstand im sommerlichen Klima kann auf einen sd-Wert von 0,60 m fallen. Dies bewirkt eine gute Austrocknung von Feuchtigkeit, die sich evtl. in der Konstruktion befindet, nach innen. Je nach Höhe des Dampfdruckgefälles entspricht das einer Austrocknungskapazität von ca. 25 g/m² H2O pro Tag, bzw. 175 g/m² H2O pro Woche.

Dieses hohe Austrocknungsvermögen bewirkt, dass ein Bauteilgefach schon im Frühjahr schnell austrocknet.

Ausgewogenes Diffusionsprofil

In Zeiten besserer Luftdichtungen und damit verbundenen erhöhten rel. Luftfeuchtigkeiten in Neubauten in Massivbauweise kommt dem Diffusionswiderstand bei höherer rel. Luftfeuchtigkeit eine wichtige Bedeutung zu.

durch Erwärmung über die Temperatur innerhalb des Gebäudes steigt, kann die Dampfbremspappe Feuchtigkeit durch Verringerung des Diffusionswiderstandes bis 0,60 m nach innen aus der Konstruktion heraustrocknen.


60/2-Regel bei Neubaufeuchte

Neubauten

Die 60/2 Regel: In Neubauten herrscht bau- und wohnbedingt eine erhöhte Raumluftfeuchtigkeit. Der Diffusionswiderstand einer Dampfbremse sollte so eingestellt sein, dass auch bei 60 % mittlerer rel. Luftfeuchtigkeit ein sd-Wert von mindestens 2 m erreicht wird, um die Konstruktion ausreichend vor Feuchteeintrag aus der Raumluft und dadurch bedingt vor Schimmelbildung zu schützen.

Die DS+ hat bei 60 % rel. Luftfeuchte einen sd-Wert von ca. 2 m.

70/1,5-Regel während der Bauphase

Bauphase

Die 70/1,5 Regel: In der Bauphase, wenn verputzt oder Estrich verlegt wurde, herrscht im Gebäude eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Der sd-Wert einer Dampfbremse sollte bei 70 % mittlerer rel. Luftfeuchte mehr als 1,5 m betragen, um die Konstruktion vor einem zu hohen Feuchteeintrag aus dem Baustellenklima und vor Schimmelbildung zu schützen.

DS+ hat bei 70 % rel. Luftfeuchte einen sd-Wert von ca. 1,7 m. Übermäßige Luftfeuchtigkeit in der Bauphase über einen zu langen Zeitraum kann grundsätzlich zu Auffeuchtungen in der Konstruktion führen. Baubedingte Feuchtigkeit sollte deshalb zügig durch Fensterlüftung entweichen können. Bautrockner beschleunigen die Trocknung.

Höchste Sicherheit

Das „intelligente“ Verhalten der Dampfbremspappe pro clima DS+ macht Wärmedämmkonstruktionen sehr sicher, auch bei unvorhergesehenem Feuchtigkeitseintrag in die Konstruktion, z.B. durch widrige Klimabedingungen, Undichtheiten, Flankendiffusion oder erhöhte Einbaufeuchtigkeit von Bauholz oder Dämmstoff. Die DS+ Dampfbremse und Luftdichtungsbahn wirkt wie eine Feuchtigkeitstransportpumpe, die aktiv Feuchtigkeit aus dem Bauteil zieht, welche sich evtl. unvorhergesehen in ihm befindet.




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